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Nach oben Fotos Piz Lunghin
Für diese Wanderung mussten wir zwei Stunden mit dem Auto bis zum Maloja Pass in der Schweiz  fahren. Das ist für uns auch das Maximum an Fahrstrecke zu einer Wanderung. So etwas machen wir auch höchstens einmal im Urlaub. Andere Menschen, die nicht so Berg begeistert sind, mögen da fragen, ob es nicht verrückt sei, so weit mit dem Auto zu fahren, nur um dann auch noch stundenlang bergauf zu gehen - und unterwegs und auf dem Gipfel kein Lokal zum Einkehren. Andere Menschen dagegen fahren oder fliegen stundenlang in eine weit entfernte Stadt, laufen stundenlang in den Straßen herum und hören sich dann abends auch noch laute Musik an. Zum Glück haben die Menschen unterschiedliche Interessen. Wenn alle so wären wie wir, würden wir auf so einer Gipfeltour wohl auch mehr Menschen begegnen als nur zwölf Wanderern. Aber nun kommt die Beschreibung unserer schönsten Wanderung im Herbst 2010. Unsere Freunde Hermann und Hildegard aus Ried hatten schon im Vorjahr avisiert, dass wir zum Ursprung des Inns wandern und den Piz Lunghin (2.780 m) besteigen werden. Hermann sagte, das Wetter werde gut. Wir holten sie um 6:30 Uhr ab. Bis zum Maloja-Pass im Val Mustair/Schweiz (1.815 m) brauchten wir genau zwei Stunden. In Fiss und auf der Fahrt war der Himmel wolkenlos. Über dem Maloja-Pass hingen Wolken. Wir parkten am ersten Parkplatz auf der linken Straßenseite. Der Parkautomat akzeptierte SFr und Euro. Einen kostenlosen Parkplatz soll es weiter im Ort geben. Wir gingen die Straße etwa 500 m zurück. Auf der linken Seite steht dann ein Wegweiser. Wir gingen in Richtung Lunghin Pass. Nach einigen Höhenmetern waren wir im Nebel. Es war kalt. Mir kamen ernste Zweifel, ob Hermann Wetterberichte richtig deuten kann. Je höher wir kamen desto heller wurde der Himmel. Etwas unterhalb des Sees Lägh dal Lunghin (2.484 m) schien schon die Sonne und machten wir Rast mit Jause. Unterhalb des Sees ist eine steile Felswand. Rechts rauscht ein Wasserfall herab – der Abfluss des Sees . Das soll der Ursprung des Inns sein. Der See ist spiegelglatt. Unser Auge und Gehirn haben Schwierigkeiten, diese Oberfläche als Wasser zu deuten. Ein unwirklicher - aber schöner - Anblick. Der Himmel war jetzt wolkenlos und das Tal sah aus, als wäre es mit Watte voll gepackt. Ich beschloss, Hermanns Deutungen von Wetterberichten in Zukunft nicht mehr anzuzweifeln. Wir gingen dann gleich weiter in Richtung Lunghin Pass. Der Weg zum Gipfel des Lunghin ist nicht ausgezeichnet. Am westlichen Ende des Sees zweigt ein Steig nach links bergauf ab. Das ist der Weg zum Gipfel des Piz Lunghin. Wir sehen so viele unterschiedliche Gesteinsarten, wie wir noch nie auf einer Wanderung gesehen haben. Schwarze, rote, gelbe, grüne, stark verwitterte, welche mit glatten glänzenden Oberflächen usw.. Wir sind jetzt auf der Nordseite. Auf dem Steig liegt teilweise noch Schnee. Teilweise ist er auch vereist. Wir brauchten 4 Stunden bis zum Gipfel einschließlich Pausen und vielem Fotografieren / Schauen und bei sehr gemütlichem Tempo. Der Himmel über uns ist wolkenlos und das Tal bis zum Maloja Pass wie mit Watte erfüllt. Östlich davon war kein Nebel. Er wanderte aber ganz langsam ostwärts. Wir blieben über eine Stunde auf dem Gipfel. Es war windstill und warm. Beim Abstieg kamen wir unterhalb des Sees wieder in den Nebel. Außerdem wehte ein kalter Wind. Nachtrag zu Innquelle: Ich habe mal gegoogelt. Einmal wurde als Quelle der Abfluss (Wasserfall) des Lunghin Sees genannt. Eine andere Aussage war, dass die Quelle am Pass Lunghin (2.645 m) ist. Bei nächster Gelegenheit werden wir diese Wanderung machen.         
Piz Lunghin
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