Urlaub in Fiss Viel Sonne Frühling / Sommer Herbst Ausflüge Militäranlagen Wanderungen Gipfel Tiere Ausrüstung/Tipps Links Impressum
Copyright © Traute und Jonny Aldag
Nach oben weiter zurück
Bewässerungstunnel im Kaunertal
Im Kaunertal gibt es einen 996 m langen Bewässerungstunnel - den Gallruttstollen. Er gehört zu einen Bewässerungssystem oberhalb von Kaunerberg am Ausgang des Kaunertales und wurde kurz nach Ende des 2. Weltkrieges mit Marshallplan-Geldern in den Fels gesprengt. Später wurde das Bewässerungssystem nicht mehr genutzt und es verfiel. Der Tunnel selbst war bis auf einige Fels-Ausbrüche noch intakt. Die allerwenigsten Einheimischen kannten diesen Tunnel. Er wurde nur selten von Wanderern als Abkürzung benutzt. Er war auch nicht auf den örtlichen Wanderkarten eingezeichnet. Wir haben Einheimischen vom Tunnel erzählt und auch gemeinsam diese Wanderung gemacht - darunter zwei Lehrer. Viele Lehrer wählten dann später den Tunnel als Ziel für Klassenausflüge. So haben wir vermutlich mit dazu beigetragen, dass der Tunnel bekannter und restauriert wurde. Jetzt führt der neu angelegte Dr.-Angerer-Höhenweg daran vorbei. Dieser "Kaunerberger Wasserweg" ist jetzt auf ganzer Länge sehr gut begehbar. Schautafeln informieren über Bau und Funktion des Bewässerungssystems. Es gibt auch eine Broschüre dazu. Der Tunnel und der Hangkanal wurden 2002 mit Hilfe von EU-Geldern restauriert. Sie werden jetzt zeitweise auch wieder zur Bewässerung genutzt. An beiden Enden des Tunnels wurden Gitter installiert, die ihn absperren, wenn er Wasser führt. Wer diese Tour plant, sollte sich vorsorglich erkundigen, ob er geöffnet ist. Für den Rückweg können wir den Dr.-Angerer-Höhenweg benutzen. Ein kurzes aber sehr steiles und ausgesetztes Stück ist mit Seilen gesichert. Der Weg durch den Tunnel mit Taschenlampe oder Fackel ist für Kinder ein Abenteuer. Es soll aber auch männliche Erwachsene geben, die schon mehrmals diese Wanderung gemacht haben und sich jedes Mal wie ein Kind freuen. Die Kommentare einer norddeutschen Ehefrau will ich hier nicht zitieren. Nie mit nur einer Taschenlampe den Tunnel begehen, sondern immer eine zweite als Reserve mitnehmen! Es gibt einige Stellen, wo man sich bei Ausfall einer Lampe in der Dunkelheit an spitzen Felsen im Dunkeln leicht den Kopf stoßen kann. Im Tunnel ist es stockdunkel. An einigen Stellen im Tunnel steht Wasser - etwa bis zu 2 cm tief. Ein Tipp für die Anfahrt (nur zum Tunnel): Man kann mit dem Auto ein Stück auf einem Forstweg hinauffahren und dann an der Kehre, die zum Wiesenhof führt, parken. Beim ersten Mal orientiert man sich am besten so, dass man bis zum Wiesenhof fährt, dort umkehrt und dann an der nächsten Kehre parkt. Aber Vorsicht: Es wurden schon Autos abgeschleppt, weil sie Forstfahrzeuge behinderten. Oder man parkt beim Wiesenhof, nachdem man um Erlaubnis gefragt hat. 2012 war die Fahrt mit Auto erlaubt - aber nur zur direkten Fahrt zur Falkauns Alm. Von dort muss man dann einige hundert Meter bergab gehen zum Tunneleingang.
Fotos Tunnel